Satyren oder Skraff-Gedichte.
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% Auf
** Herrn Kbristian Gottließ Hilischers
Magister Promotion.
^ 1718'den r/.Febr.
ll, kleinen Israel der recht gelehrten Welt,
, (sj Die, wie die wahre Kirch, ihr Häufflein heimlich hält,Wird wohl kein Fremdling seyn, der jetzt nicht seh und wisse,
Ä MietieffmanhierunddadesMannesSchattenküsse,
» Der, weil ihm die Natur vie! Sitze-Fleisch gemacht,
Den Stuhl nicht frieren laßt vom Morgen in ^ie Nacht,
B Mehr Bücher drückt als kennt, den Kopssvoll Grillen stopftet,Den Stamm-Baum aller Welk in sein Gedächtniß pfropssek,Geschicht und Zeit durchrennt, die Sprachen geitzig frißt,ß)i Register vieler Art nach unsrer Mode ließt;
Und wenn er als ein Pferd die Lenden lahm studiret,
Im Maule des Gerichts den Docror,Tikul führenG Dergleichen Wunder - Thier ist trotzig und gemein,
Läßt andre neben sich geringe Lichter seyn,
Erschnappt des Pöbels Gunst mit aufgeblaßnen Backen,
I Und ha; nicht Ohren gnug, die Lob-Sprüch einzusacken.
Allein,wie wirds alsdann, wenn dessen breiter Schrittk In öffentlicher Zunffr den Lehrer-Stuhl betritt,
•m linö endlich zeigen soll, mit was vor Ruhm und Ehre
Der Weißheftseines Haupts ein Sieges-Erantz gehöre?ü. Da hängt es überall, da foltert ihn ein Wort,
4 Da berstet seine Kunst, da muß der Athem fort,
's Da stöhrt ihn Flieg und Schaam, da irren ihn die Sinnen,
1 Da darbt sein Überfluß; die Weißheik steckt zwar drinnen,
^ Will aber nicht heraus, wie sehr er spuckt und drückt,j 1 Und unter tausend Angst die Krauß in Falcenrückr,
So daß auch wohl kein Weib, die ihren Tod gehiehrek,v * Dergleichen schaxffes Weh,als er ums Hertze spüret.
** Der Hörer hat Gedulk, beklagt den weisen Mann;
^ O Schade.'daß er es nicht von sich geben kan.