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Satyren oder Straff-Gedichte.
Xl.
An Herrn Johann George Min.
acht es dir denn noch; du ehrlicher LHhin!
Dir, dem die Vorsicht auch ein edles Hertz verlieh«,
Und mehr Verdienst als Gold ( so pflegt sie stets zu theilen)Zum Erb - Guth ausgemacht; gedenckst du auch bisweilenAn Freunde gleicher Treu und größrer Dürfftigkeir?
Die mancherley Versuch vom Elend unsrer Zeit,
Spt tt, Armuth, Eltern.Haß, Fluch, Lügen, Feind die Menge,lind das, was Sclaven stets am schärffstm drückt, die Länge,Die eh Verzweigung bringt, als ermann Busse kirrt,
Und Günthern so wie dir diß Blak den Sinn verwirrt;
( Soll Jugend gar so scharffvor Schwachheiks-Fehler büffen?)An Freunds, sagt ich vor, die solches fühlen müssen ?
Gedenckst du nun an sie, so denck auch meiner Noch,
Und thu ein Liebes - Merck, und wünsche mir den Tod;
Nichts besser weiß ich doch hinfort mehr anzunehmen,
Da endlich Gisst und Weh den schwachen Cörper lahmen.Beschrieb ich dir die Quaql, so wär ein Buch zu klein,
Dir dörffte schlecht gedient, mir nicht geholffen seyn;
Diß aber, daß ich noch die Feder mühsam führe.
Geschieht nur mir zu gut, dieweil ich wircklich spühre,
Es mindre sich der Schmertz, so bald die Cycher klingt,
Und dann und wann ein Lrev vor gute Freunde singt.
Ich darffmich ohnedem vorießo nicht beschwehren,
Als liessen Tisch und Schlaff mich wenig Zeit entbehren:FünffBissen in den Mund, so ist die Taffel gar;
Die Glieder aufdie Banck, das Hals-Tuch um das Haar,
So bin ich in dem Bett und völlig ausgezogen;
Die Hüffte glaubt es nicht, doch wird sie leicht betrogen,
So offt der müde Geist zu eiffrig nachgedacht,
Und Schwäch' und Mattigkeit das Holh zu Federn macht;
Ja, was mich offt ergeht, so helffen mir die TräumeZu dem den gantzen Tag umsonst gesuchten Reime.
Solch Mitleidhat mit mir ein Schatten oder Geist,
Der Traum ftp, was er will, der offt ein Hencker helft,
Und