Satyren oder Straff-Gedichtt.
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Undgreifftdas Musen-Chor mit Laster-Worten an,
, Als wölke sich ein Zwerg durch spotten und verlachenAu den Poeten bald zu einem Riesen machen,
Da der geringste doch aus ihrer edlen Zuuffk
Mehr Weißheik,mehr Verstand,mehr Klugheit und Vernunffk
Im kleinen Finger trägt, als dieser im Gehirne
Und in dem Hertzen führt. Erberste dich und zürne
Herr Momus, wie du w:!t, hier ist noch eine Nuß,
An welcher sich dein Zahn im Beissen üben muß.
Poeren, giebst du vor, sind meistens nasse B üder,
Und dennoch leugnest du die Wahrheit ihrer Lieder.
Wie aber reimt sich das mit dem, was Sirach spricht,
Ein truncken Hertze weiß von keiner Lügen nicht ?
Jedemwch könnt' ich nur durch wahrhaffcige LügenBald ein geschwäntztes P. in meinen Btul kriegen,
So fpräch ich heute noch r dein Mischmasch ist ein Blak,
Das seines gleichen nicht an der Erfindung hat;
So aber giebt Horaß mir immer diese kehre,
Daß zudem Dichten mehr, als so ein Schnitt gehöre,
Und in der edlen Kunst ein blosser Stümper seyn,i, Flicht in den Lorbeer - Crantz offr Hafen. Pappeln ein.
Verdaut dein Magen nicht dergleichen grobe Pillen,iß t Und kanst vu nicht vor Zorn das Gallen-Fieber stillen;
So lege dir die Schuld von dieser Kranckheit bey,j§ Und wisse, daß der Mensch ein Schmidt des Glückes sey,
Das ihm begegnen soll, den frechen Kiel zu schärffen,d Und was manselber thut, den andern vorzuwerffen,
Den Pindus überdiß verspotten und enkwevhn,tg Und in den Musen-Quell Verachtungs-Geifferspeyn,
Heißt sich ein blanckes Schwerdt aus seinen Nacken schleiffen,a Und wie ein zartes Kind selbst in das Messer greiffen.
* Das Oculitten-Schilv hast du nechst ausgehenckk,
' Als du die Salbe nur vor meinen Staar geschenckt.
- DeS Nechsten Splitter soll dir deine Balcken decken,
1 Und andrer B' össe dreh Und deine Schaar verstecken;
. Ach aber weit gefehlt! des Phöbus Lorbeer-Ast91 Giebt dir kein Feigen- Blar, drum mache dick» gefaßtDen PolidMk-Kram vom Pmdus weg zu wagen,
Dd Eh