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Satyren oder StraffGedicht«.
XV.
Das wider wk unaegründete Vorwürffevertheidigte Frauenzimmer
bey der
Aßmamiischen Verbindung.
lyzi, den 7, Oct.
Seneca de Ira:
Si volumus aequi omnium rerum judices esse, hoc primumNobis suadeamus: neminem nostrum esse sine culpa.
b 'ium hatte der galante Träumer am Briegschen Pindus
»JV Lärm gemacht
Und überhaupt viel derbe Men dem Frauenzimmer beyge-bracht ;
Als dieses voller Schaam und Zorn Zwirn, Rühme, Flachs
und Putz verfluchte,
Und nun auch einmal öffentlich sein Recht mit Ernst und De-muth suchte.
Die Billigkeit saß aufdem Throne, den Gold und Ceder-Laub
umwand,
Und gab der Reusttcheie und der Liebe auf beyden Seiten
Platz und Hand:
Die Unschuld führte zur Verhör, zu welcher Frau und Jung-fern kamen;
Die Wahrheit drang sich hitzig vor, und sprach daraus in aller
Namen:
Der Frevel unverschämter Federn, der diß gedrückte Volck
betrübt,
Und allzeit seine Wer-Pfeile nur bloß am schwachen Merck»
zeug übt,
Schwächt endlich Langmuch und Gedult, und zwingt mich bey
gerechten Klagen,
Der Männer Schuld und Eigensinn dir, grosse Göttin.' vor«-
zutragen:
Sie meynen jeder so wie alle, vom Paradiese bis hieher,
Als ob das weibliche Geschlechte zm SUaverey erschaffen wär,