Saryren oder Straffe Gedichte. 429
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Kein Weib ist jetzt so gut und artig, kein schönes Kind so ftvmm
und jung, ,
Ein Meister-Sänger macht sich drüber, und führt es durch die
Musterung;
Da werden Gang, Gestalt und Tracht vom Bande, das den
Aufsah schmücket,
Bis auf den Unter-Rock vom Filh so, wie der Wandel, durch
gerücker;
Wömit sich mancher Mann noch rühmet und offt wohl gar sein
Glücke macht,
Das nimmtder Neid mit ihren Bildern mir Abscheu oderHohn
inAcht.
Ein Unschulds- voller Freundschaffrs-Kuß, und diß zwar öffent-lich im Spielen,
Sollgleichden lieben Crantz verdrehn, und bald auf etwas an-ders zielen.
Da heißt die frey- und muntre Doris ein unverschämt-und fre,
cherSinn;
Nerine singt und lebt im Stillen, und wird dadurch zurO.üä-
ckerin;
Bescheiden heißt man affectirt, galante Brieffe Sarans-
Vernunffcig- schwatzen tuper-klng, und freundlich schertzen halb
g schössen.
So schimpfft, so schilt man auch die beste; ja wo nur drey Pe-danten stehn,
Da muß so gar im Kirchen - Stande die Pfarr- Frau durch die
Hechel gehn.
Die Jugend schmückt ein liebreich Kind, die Rosen wollen täg-lich brechen,
Da schwärmen Hummeln um den Strauch, ein frisches Honig
auszustechen.
Trifft mancher Grobian nicht Kegel,und fällt nicht gleich ein hol-des Ja,
So ist das Feuer in dem Dache und dieses Nachwort flüchtig
_ da:
Aufwas verspitzt sich wohl der Alp ? nach welchem Doktor steht
die Nase?
Ergiebr