4*4
Sawren oder Straff-Gedichte.
Sän höflich mw verstelltes Wesen nahm Augen, Ohr und
Sehnsucht ein;
Da war kern schön, kein zärtlich Work,kein hoher Schwur,ke in
feurig Küssen,
Wodurch er mir nicht stets die Lust von unsrer Ehe vorgerissm;
Ich schloß ihn brünstig in die Armen. Ein Jahr floß leider!
kaum vorbey,
So offenbahrten sich die Klauen der hinterhaltnen Tyranney.
Ich war so ehrlich, so vertraut, und gab ihm altes zu verwalten,
Und dachte, wer mein Hertz besitzt, der kau auch wohl mein Guch
behalten.
Jetzt strafft die Nachreu meine Thorheit, jetzt, da mein vorig
Cngeis-Brld
Mich stets mit Sarans-Larven schrecket. Kein Bär, kein D)-
ger ist so wild,
Mjehk Misander brummt und schäumt, so offt mir eine Klag
entführet;
Nun muß ich statt der Danckbarkeit, daß er mein Erbtheil aus-
gezehrtt,
^Die Grillen und den Groll entgelten, womit ihn Noth und Ar-muth preßt.
Vor diesem prahlt er mitProcessen; jetzt, da ihn seine Kunst
verlaßt, .
Sind alle Spötteln durch das Jahr nicht mehr als zwey und
funffzig Wochen,
Wovon wir keinenFest-Tag schn,u.wenig fette Suppen kochen.
Wenn andern ihr gelehrtes Schwitzen die Acten mit Duetten
füllt,
So stehker an der Thüre pfeiffend, und fragt: Was Holtz md
Haber gilt?
'Zald jagt er mich mir Hund und Magd durch alle Zimmer bis
zumHeerde;
ld spitzt und lacht er höhnisch drein, wodurch ich mehr gemar-tert werde,
quetschte mir ein peinlich Fragen Fleisch, Adern, Bein und
Marckenrzwey;
? i ch kommt er langsam von dem Truncke, so sucht er seine Ra-serey,
Nach-