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Satyren oder Straff-Gedichte.
Denn wie Erfahrung lehrt, so hm der Feind die List, ll
Daß, wenn er allbereir der Flancken mächtig ist, ^
Er dennoch seine Macht mit st«rckem Feu'r zu zwingen,
Und dessen Anlauff offt zum Abmarsch pflegt zu bringen.
Zch wünsche dir dabey ein fettes Sieges-Feld, E
Woraufdem Lantzen-St»-die Ober-Hand behält; f
Und wünschte, könnt es seyn, und hätt' ich noch das Leben,
Be" solcher Tapfferkeit den Zeugen abzugeben.
Nein, nein! das war gefehlt, der T - - hält das Licht, ?
So spricht man insgemein, doch da die Feder bricht, l
Und meine Muse schweigt, so wünsch ich dir das GlücksDaß deine Stärcke nur die Feindin glücklich drücke,
Und daß ihr Gegenstand dir Diesen Trost verleih, !
Daß Beute, Lust und Kind aufeiner Wahlstattsey. S
XXIV
An Herrn von B - -
NA)eists? Calliope! wie? find wir nicht mehr Freunde?
Und greifft mich irgend auch die Arglist meiner Feinde,Die Günthern aufder Welt nicht ruhig leiden kau,Nunmehr zu guter letzt mit deiner Trennung an ?
Diß hätt« noch gefehlt, mein Elend voll zu machen;
Der achte Lentz rückt an, seit dem ich wie ein NachenAufungestümmer See bald hier bald dorthin flieh,Verachtung und Gefahr und Kummer nach mir zieh,
Des Leibes ftarcken Bau durch Sturm und Wetter breche,Und, was mein Unglück ist, des Geistes Freyheit schwäche.Was hab ich nicht gewünscht, erdulker und gefühlt,Verändert, gut gemeynk, geseuffzk, gewagt, verspielt,Verflicht, gehossr, geharrt, und eyffrig unternommen!
Wie mancher ist ein Narr,schimpfft Kluge, lacht der Frommen,Verläßt sich aufBerrug, lebt in den Tag hinein,
Läßt GOtk den besten Mann und fünffgeradeseyn;
Und kommt gleichwohl ans Bret, so rumm er angefangen;Fum Haben braucht er nichts, als Kühnheit und Verlangen,Und Grobheit vor Verstand. Nur mir (das ist zu viel)Erwirbt der beste Fleiß das schlimmste Widerspiel,