Buch 
Sammlung von Johann Christian Günthers, aus Schlesien, bis anhero herausgegebenen Gedichten / Auf das neue übersehen, und in einer bessern Wahl und Ordnung an das Licht gestellet. Mit einem Anhang und Register, Nebst einer Vorrede von den so nöthigen als nützlichen Eigenschafften der Poesie, wie auch bey dieser Dritten Auflage mit des Autoris Leben vermehrt
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Satyren oder Straff-Gedichte.

Und als Frau Doctorin davor von aussen prahle. ^ j

Was meynstdu guter Freund und deutsch genanter Sp--?Wenn manches schönes Kind der Sachen kundig wär, !

Wie höhnisch sollen sie des blinden Hochmuths lachen,

So offt man sich nicht scheut es noch gewehlt zu machen!

Da setzt man jeglicher auch schlechte Fehler aus, i

Die renckt den Steiß zu sehr. die hat kein reinlich Haust; !

Der fehlt es an Vernunfft, und jener an dem Bleche;

Da schwört man, wo ich nicht die ersten Rosen breche,

So kehr ich ihr den Halß auch in der Braut-Nacht um;

Wo steht denn, guter Freund l das Privilegium?

Daß, wenn das gute Kind ein Küßgen mit genossen, ;

Dein Eyfer rasen mag, da du dich gar verschlossen.

O tumme Welt, pack ein! pack em beftbämter Freund!

Denn wo dein Stachel es noch weiter ernstlich meynl,SobrenmdirgantzgewißvonW - -- alterAnne,

(Sonst kriegst du doch kein Weib) das Pulver von derPfanne. j

Die Mägdgen, diedu nächst so grob gestriegelt hast, j

Stehn jetzt mit Nadeln, Zwirn und Ruthen schon gefaßt,

Dir, wie du wohl verdient, nach abgezognen Hosen [

Statt unsrer Musen-Schaar am Pindus lieb zu kosen. ji

Und wie der Weiber Gunst,die jeder Kluger schätzt, >

Das Grab des Frauen,Lobs zu Mayn tz mit Wein genetzt,

So dörffte, solle dir der Tod den Nacken krümmen,

Dem Sarg noch gantz gewiß in Jungfern,Wasser schwimmen.

( O )

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