Sink-und Uberschrifftm. 547
Schweig, sprach die Poesie, von Silber und Metalle!
Die Zeit frißtauch das Gold und bringt den Stahl zu Falle.Was du in Ertzts willst, soll auf Papier geschehn:
Denn willst du Beuchelts Bild gewiß zu sehn bekommen,
So warte nur der Zeit, bis eines Dichters KunstDurch dieses Gönners Schutz und selbst gelehrter GunstAn Alter, Nachdruck, Geist und Reiste zugenommen.
IV.
Bey der Erinnerung seines getreuen
Petersens.
SV Himmel kennst mein Leid und prüfest die Gedult,c% *' Ich seuffje spät und früh, und diß istdeineSchuld,
Verzech mir dieses Wort, das Lieb und Schmertz erzwingen!Ich hasse Votck und Tag, betrüb« mich vor mich,
Sonst hab ich keine Lust, die Thränen schlagen sich,
Und davor sucht die Welt mein Lob in Rüst zu bringen,
Mich aber greistt dabey der Kummer schärsser an,
Da Daphnis lange fchläftr und ich noch leben kan.
V.
gufdas Kuckus - Bad in Böhmen.
Je Tugend kam und sah die schöne Gegend an,
Hier wo der Elben'Strohm das Kuckus-Ufer netzet,Und wo, was Kunst und Witz und Lust erdencken kan,
An Schlössern, Fluth und Stein so Aug als Ohr ergetzer.
Sie nahm den süssen Schall des fcharffen Zagd-Hornsein,
Sie sah Dianen selbst in uttsrec Gräfin schertzen,
Ja, was noch mehr, sie sah in unsers Grafen HerhenDie Wahrheit und das Recht zwo holde Schwestern seyst»Ach! sprach sie: ist der Welt die guldne Zeit entflogen lO nein! sie hat sich nur ins Kuckus,Bad gezogen.
litta
»
VI.