553
Sinn-und Uberschrifften.
Allein die Falschheit ist euch Männern eingedrückt,
Und macht uns,wenn man kraut,gar manchenStrich dieQmre;Geschiehts nicht allemahl, geschieht es doch sehr offr.
Doch weil die Liebe stets das Beste glaubt und hofft,
So wünsch ich wiederum ein Kind zum neuen Jahre,
Das sich mit ihm fein bald an Glück und Eintracht paare.
XXIV.
Silis Bavium.
D Äv meynt, ich glaubte nichts. Allein ist ßavwohl klug 7^ Ich glaube, daß mir GOrt Brod, Seligkeit und Leben,Ihn aber uns aus Zorn zum Prediger gegeben:
So glaubt ein frommer Christ, und ich mit ihm genug.
XXV.
Auf ein Weibes-Bild/
als einer gehenckl wurde.
HDEm Engel! fluche nicht der starcken Grausamkeit,
Womit des Henckers Hand dern guten Kerlen dräut!
Er handelt gegen dich in W .hrheit viel gelinder:
Er strafft ja nur allein; du machest arme Sünder.
XXVI.
Auf Crispinum und Choerilum.
C Rispin und Chcxrilu8, die Latt'und Wurm beschwer«,Verleumden mich an allen OrtenMit Lügen, Spott und groben Worten;
Erzürnt ich mich nun erst, so wär ich alles werth.
XXVII»
Auf Herrn W - - in W - -
^Jn Hund zu W - - verfolgt ein junges Schwein,
V Die gantze Stadterschrack, die Bürger liessen alleMit Besem, Stein und Stock, die Pursche lachten drein,Herr W»- aber schrie; Schlagt todt, er ist von H - *
Mm 5 XXVIII.