Sonnette.
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L.
Auf den
höchst-schmertzlichen Fall
eines liebgekveftnen Schul-Freundes.
SsßSti Bruder Jonachan! dein höchst- betrübter Freund,Dein David, weyht dir hier die Pflicht der letzten Ehre,Verzeihe, wo ich dich durch mein Betrübniß störe;
Weil doch die Redlichkeit mit meinem Auge weint.
Der Spiegel deines Bluts, aus dem die Unschuld scheint,Fließt nur darum so klar, daß er mein Leid vermehre,
Und dein geschwinder Fall giebt aller Welt die Lehre:
Wie falsch des Glückes Gunst es mit der Tugend meynt.
Ach wunderbarer SchlußHac denn dein VaterlandKein Grab vor deinen Leib? Und muß ein fremder SandDein unbeflecktes Hertz mit einer Grufft versorgen ?
Gedultder kühne Stoß, der dich aus Sodom stößt,
Hat durch das Sterben dich der Sterblichkeit erlöst,
Und auf dein Abend-Roch folgt nun ein schöner Morgen.
Drit-