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Sammlung von Johann Christian Günthers, aus Schlesien, bis anhero herausgegebenen Gedichten / Auf das neue übersehen, und in einer bessern Wahl und Ordnung an das Licht gestellet. Mit einem Anhang und Register, Nebst einer Vorrede von den so nöthigen als nützlichen Eigenschafften der Poesie, wie auch bey dieser Dritten Auflage mit des Autoris Leben vermehrt
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Briefe.

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Die dickeiFinstemiß der alten Thorheit brach.

Ich weiß, der Freunds Lob will offt verdächtig schallen, $

Und trifft in Israel gar wenig Glauben an;

Doch rühm ich öffentlich der Wahrheitzu Gefallen, £

Wie hoch sich dein Verdienst durch Kunst hervor gethan.

Man seh sich weiter um, was giebt eS nicht vor Leute, z

Die aufbem Helicon so Geld als Zeit verthun,

Gelehrten ähnlich sehn, und auf der faulen Serte £

Dem Bacchus in der Schooß, der Sünd in Armen ruhn ?

Sie werden weggeschickt, Verstand und Witz zu holen, §

Und ziehn gemeiniglich als Stümper wieder fort,

Erlangen öffters nichts, als abgeiaussne Sohlen, 9

Und etwann ein mit Noth erschnapptes Timl-Wort.

Dein Zauer, Edler Freund! kan etwas mehr erwarten, $

Und hat schon Grund genug, sich aufsein Kind zu freun:

Denn wie um Frühiings.Zeit in Bosens reichen Garten >

Die Blumen vieler Arr gemengte Schönheit streun; g

So mischt sich auch der Schmuck von deinen WissenschaffttN, 1Die zehnmal prächtiger, als Florens Kitrder, blühn, j $Und wie ein nettes Bild, an dem viel Augen hassten,

Die Blicke kluger Welt so häusfig an sich ziehn.

Die Sprachen, so du brauchst, gehorchen deinem Munde,

Sophia legt dich selbst an ihre rechte Brust; (

Auch Phöbus steht mit dir in gar genauem Bunde,

Und lobt dich, wenn du ihm ein Deutsches spielenmust.

Dein Zweck,LesHöchstrnWort,bemüht dirKopffund Sinnen,

Du forschest in der Schrifft, und forschest ihren Geist, j

Vor welchen die gewiß nur Schlack und Spreu gewinnen, j

Die ihr verführter Weg auf Neben-Strassen weißt. <

Man lasse Wittenberg und dessen Pindus fragen,

Denn der hat angehört, mit was vor Fähigkeit 1

Dein öffentlicher Rubm den Preist davon getragen.

Den der gelehrte Kampffberedrer Lippen beut.

Du wirst bescheiden rorh und hörst dein Lob gezwungen;

Ich mag dir auch nicht mehr damit beschwerlich seyn,

Und sage nur so viel: Wem alles so gelungen,

Dem läßt sichs gar zu leicht sein Glücke prvphezeyn.

ES braucht kein Zauber - Glas, ich seh dich so von weiten,

Und