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Briefe.
Die Macht, die stumme Macht, die dort auch auf einmalFrost, Unruh, bange Zeit, ja gar dasHerhe stahl.
Behalt den schlechten Raub, ich nehm' es nicht mehr an,Und habe schon dafür einGegen-Pfand bekommen,Bewundre nur mit mir die seltne Führungs- Bahn,
Die unsrer Liebe Zug so wunderlich genommen;
Vielleicht wird bald der Satz aus unserm Glücke wahr:Wo GOtt vermählt, da bringt kein jäher Sprung Gefahr.
Du bist vor meinen Fleiß der angenehmste Lohn;
Nun würd' ich Unrecht thun das Glücke mehr zu schelten;
Ich spreche neben dir den frechen Spöttern Hohn,
Und mancher soll es mir noch in der That entgelten:
Ihr Stunden flicht und eilt und höhlt die goldne Zeit,
An welcher meine Treu der Philüs Myrrhen streut!
Ich als ein junger Mensch, den Blut und Feuer treibt,Gesteh es, daß ich mich auch dann und wann vergessen;
Doch wo die Billigkeit ein wahres Urtheil schreibt,
So ist mein Fehl «Tritt offt den Feinden beyzumessen.Dein Zuspruch, liebstes Kind! und freundliches BemühnSoll künffcig noch aus mir viel gute Früchte zieh«.
Du haft ja etwas mehr, als schlechten Weiber-Witz,
Und laßt auch manchen Trieb der Ruhm-Begierde blicken:
Mir zeigt die Poesie bereits den Ehren - Sitz,
Und darum soll ihr Crantz auch deine Scheitel schmücken;Und wo die spate Welt von meinen Liedern hört,
Da wird auch dermahleinst dein treu Verdienst geehrt.
- Zwey Hertzen hab ich schon, doch nicht wie dich, geliebt,ZweyHertzen haben astch mein Hoffnungs-Ziel betrogen;
Das erste, dem man noch ein rühmlich Zeugniß giebt,
Hak Filindrenens Fall mit in die Grufft gezogen;
Das andre wurde mir von LeonorensHandDurch Falschheit und Betrug wie dir dein ^.entwandt.
Ansetzt vergess' ich leicht den doppelten Verdruß;
Die dritte, so du bist, soll auch die letzte bleiben;
Und weil diß letzte Pfand das beste werden muß,