_ Briefs. 69 r
1 " ^ Ich trau es dir nicht zu; doch brächest du ven Bund,
Aus Wak'ckelmulh und Lust was neues zu erwehien,
So schlügst du dich gewiß durch eigne Nach-Reu wund,fti Mein Schatten würde eich so gar im Schlummer quälen:
1, Und gleichwohl blieb' ich noch der Falschheit so gmeu,
Und bäte durch mein Flehn dich von der Rache frey.
Was aber thu ich dir aus blinder Furcht so weh?q Was red' ich von Betrug, von Moder, Furcht und Bahre tVergieb mir,daß ich mich aus Zärtlichkeit vergeh;
Der Himmel ist mir hold, drum schenckt er uns noch Zähre,ii Er droht mir zwar das Grab; dochwo? in deiner Schooß;
üäi Was fällt wohl lieblicher, als so ein Gnaden-Looß 1
| Ach freue dich, mein Kind! zum voraus auf den Tag,
B Von dem tch künffrighin des Lebens Anfang zehle rAch! daß ich dich doch nicht so gleich umfangen mag!
Du glaubst nicht, wie mich schon die treue Sehnsucht quäle,jw Alsdann, gedenck an mich, wird Philiis erst gestehst,
Wo jemand küssen kau, so küßtwvhl Philimen.
1: Kind, Engel, Schwester, Schah, Braur, Taube, Freundin»,
fl Licht! (gebest f
1 Mein Stern, mein Trost, mein Hertz, mein Ancker Und meinAch! sage doch, wie man recht nett und zierlich spricht;
, Die Liebe will dir gern den besten Titnl geben;
!# Die Liebe, so nach dir, was schön ist, prüfft und schätzt,g Und deines Namens Zug mit Freuden-Thränen netzt.
"> O was für Inbrunst, Schertz! 0 welch entzückend Spiet
^ Wird um uns, zwischen uus die vollen Mäulgen würtzen!
Die Liebe thut ohndem des Guten nicht zu viel,ä Und kan die edle Zeit am nützlichsten verkürtzen;
Und wie man vom Gebet und von der Arbeit spricht,
!) So hindert Lieben auch Amt, Fleiß und Sorgen nicht.
Ich will mich, als dein Mann, nach Buhler-An bemühn,g Dir täglich größer Gunst und Neigung ab zu heucheln;
. Die Stunden sollen uns, wie Augenblicke, fliehn;
L Mt Klugheit will ich dir, du mir mit Demuth schmeicheln;
' ■ a Und