Briefe.
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Wer ist wohl, der dir nicht ves Nestors Jahre gönnt ? l
Und welcher Wittwen Ach erstickt dein Glück in Thränen 7 > $
Du hörest freylich nicht, wie vieler Wunsch und SehnenDich in Person erhöht; doch schwör ich bey der Hand,
Die deiner Würdigkeit die Crone zugewandt, j
Daß so viel Tausend seyn, die unter Stroh und Hütten i
Vor dein gesalbtes Hauplin mancher Mund,Art bitten.
Dein Sachsen, das du, Herr! bey langer Krieges-LastSo klug und wunderlich in Ruh erhalten hast, ü
Muß, soll des Himmels Zorn den Undanck nicht verbrennen, 1
Des Höchsten Gütigkeit in deiner Brust erkennen.
Du straffst und besserst mehr durch Gnad' als Schärst' und
Schwerdt, f
Und wen sonst wederStrick,nochBrand nochFurcht bekehrt, >Den hat, weil Sanffrmuth offt mehr als die Folter krancktt,
Der Skrafferr Linderung aufbessern Sinn gelencket.
Doch reist die Boßheit ein, so zeigst du gleichfalls an, <
Wie klug, wie väterlich ein König zürnen kan, >!
Und brauchest die von GOttdir anvertraute Rache,
Damit die Langmuth nicht die Sünden fruchtbar mache.
Wie manch erstarrtes Blut, wie manch verwöhnter Mord ,!
Verklärt dein Purpur-Tuch, seit dem dein hohes Wort -!Und ernstlicher Befehl des Zwey--Kampffs Misbrauch zähmet,Und solcher Grausamkeit die wilden Hände lähmet!
Das Merck ist Königlich ; die Thorheit war gemein,
Und ließ, wie Lernens Thier, fast niemand sicher seyn:
Hier kam in langer Zeit kein Hercules zum kämpffen;
Augustus kam und sah', und wüst es bald zu dämpffen.
Die Unschuld, wie man sagt, nahm bald darauf ein Kleid,
Und gab es ungesäumt der heitern Ewigkeit,
Und sagte: Schwester, nimm! hier bey den Slernen-CräntzenSoll meines Sohnes Bild vor allen Schilden gläntzen.
Herr! geh ich weiter fort, soles' ich da und hier.
Wie groß und hoch du bist, so gar auch ausser dir.
Da spiegelt sich dein Ruhm in todten Creatureu,
Und wo man hört und sieht, da sieht und hört man SpurenVon Friedrichs Majestät. Venedigs Pracht und StandWard vo« von Sannazarder Götter Merck genannt,
Und