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Briefe.
Und Neid und Thorheit schreckt. Dißkstdie schönsteLast.
An der du deine Krafft so offt bewiesen haft:
Drum jauchzet das Vertraun der muntern Pierinnen,
Die stets mit deiner Wahl ein neues Heyl gewinnen,
Und mehr aus Lieb'als Zwang Gehorsams Weyhrauch streun,Und übcr deinen Sohn sich zum voraus erfreun/
Daß wenn dir Erd und Müh nicht mehr gefallen wollen,
Die Gaben seiner Brust dein Bild erhalten sollen,
Und zwischen dir und ihm, wie aller Hoffnung meynt,
Kein andrer Unterscheid als bloß die Zeit erscheint.
XI.
Bey glücklicher Entbindung
der Frau »°n Breßlerln,
gebohrnen voy Wirth,
mit einem jungen Sohne.
^i?Erß Boy und Flor cnezwey, gelehrte Gönnerin !
Und wirffmit froher Hand die finstre Kleidung hin!
Der Blitz wird Sonnenschein und für die Klage-LiederBringt jetzt ein Segens-Gast den Jubel mit und wieder.
Diß sagt' ich damals wohl, so soll, so muß es seyn,
DerHimmel schenckt uns offt den bittern Creutz-Kelch ein,Damit hernach die Lust um desto süsser schmecke,
Und stets ein Gegentheil des andern Krafft entdecke.
O seliger Verlust! o angenehmes Leid!
Der Mutter Schwachheit fiel, der Sohn starb vorder Zeit,Das erstlich Geist und Sinn in Angst und Trauer setzet,
Doch, eh man sichs versieht, um desto mehr ergehet,
Je weher uns vorher der tieffe Riß gethan.
Die Musen hören selbst die Post mit Freuden an,
Und bringen ungesäumt zu reinen Opffer-FlammenWunsch, Weyhrauch, Laute, Lust uno Ceder-Holtz zusammen.Ich hör' auch, hör' ich recht, am Pindus überallDie Kunst Calliopens und ihrer FlötheSchall,
Wobey der Neid verstumrgt, der Süd aus Ehrfurcht schweiget,Der Bach gelinder rauscht, und jeder Baum sich neiget.
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