Briefe.
f i Denn jetzt/ nachdemcheinFuß, der hurtig Abschied nahm,Und ohn Verhoffen nächst geschwächt zurücke kam,
Den Weg nach Halle nimmt den Wechsel dort zu heben,
'J So zahlt des Himmels Gunst dir durch des Todes HandM Mch einen reichern aus, als deine Reise fand,
A Die die Gelegenheit zur letzten Fahrt gegeben.
^ Diß ist der Gnaden-Lohn der Zeiten ohne Zeit,
' Der Reichthum jener Welk, allwo die Eitelkeit
Nicht böse Wahren führt, noch falsche Münhe präget;
* Die Lage, so du giebst,ist warlich klein und schlecht,
* Ein Leib voll Fäul und Stanck, und also beists mir Recht:«s Daß offt ein kleiner Zins den grösten Wucher tr aget.
Wie nun ein wahrer Freund des andern Glück und Lust, Mit heitern Augen sieht, so dar ff aus* unsrer Bmst,
} Der Neid thu was er will, kein Trauer-Lied erschallen.
** Es ist bereits gemein, daß sich die HeucheleyBey alle Bahren setzt, drum bleibt es wohl dabey:
Die meisten rrauren nur der Mode zu Gefallen.
", Zwar was der Traurigkeit hier einen Schein erwirbt,®i Ist, daß der Jugend Lentz dir jetzt im Herbst' stirbt,
Und daß dein Alter nicht auf hohe Stuffen kommen;Jedoch, der Spruch bleibt wahr, wer vielgewinnen kau,Säumt keinen Augenblick, diß hast auch du gethan,
Und lieber früh als spat den Wechsel angenommen.
xliu.
Auf das Absterben
Herrn Johann Jacob Vogts,
Apothkckerö in Jena.
172z. den 24.Jennek.
A^Ermöchten Übung, Witz, Erfahrung, Fleiß und WissenDie Macht der Sterblichkeit in Grentzcn einzuschließen,Und könnre Theophrast der Schickung widersteh«,
So dürffren diesen Tag soviel getreue Thränen,
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