Buch 
Sammlung von Johann Christian Günthers, aus Schlesien, bis anhero herausgegebenen Gedichten / Auf das neue übersehen, und in einer bessern Wahl und Ordnung an das Licht gestellet. Mit einem Anhang und Register, Nebst einer Vorrede von den so nöthigen als nützlichen Eigenschafften der Poesie, wie auch bey dieser Dritten Auflage mit des Autoris Leben vermehrt
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Briefe.

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Zsts möglich, theurer Geist! so thu auS jenen Zimmern,

In welchen Wolck rmdKieio vor Lust und Unschuld schimmereNoch einen Blick zu uns und in die Eitelkeit!

Da wirst, da must du sehn, was deine schnelle ReifeDurch unser ganhes Hauß vor Trauer-Zeichen weise,

Da Klage, Weh und Ach aus stummen Winckeln schreyt.

Der Ehren-volle Schnee von unsers Vaters HaarenScheint selbst vor Heister Angst in Thränen zu zerfahren:

Er schweigt, er sieht, er ächzt wie ein bestürtztes Reh,

Von dem des Jägers Blitz den Gatten weggeschlagen;

Er steht sein halbes Hertz aus dem Gesichte tragen,

Und folgt und wirffr den Schmertz erbärmlich in die Höh.

Wie? wenn ein fester Smmm, den Arm und Axt beweget,Auf einmal plötzlich fällt, viel Aefte mit sich fchläger,

Und Bäume neben sich bald da bald dorr durchschneid!;

So fruchtbar wird der Schmertz von deinem eintzeln Falle»VielHertzen winseln laut, viel leiden Sturm, und alleEmpfinden allzu liest den Riß der Sterblichkeit.

Eilst Seelen, die vor dem von deinem Hertzen kommen,

Sind fast, wie Niobe, von Ohnmacht eingenommen:

Ach Mutter', rüsten sie,wie beugst du uns so starck?

Die Vorsicht läst es nur bey uns nicht möglich werden,Sonst grüben wir dich noch mir Nadeln aus der Erden,

Und legren uns vor dich mit Freuden in den Sarg.

Mit solcher Eintracht sagt das sämtliche Geschlechte,

Von dem man in der That aus Mitleid sagen möchte:

Die Crvne seines Haupts sey vor der Zeit gefällt.

Ich höchst-bestürtzker Sohn weiß nirgends mich zu lassen,

Die Nerven zittern starck die Feder anzufassen,

Und meiner Poesie ist alle Kraffrvergallk.

Mein Herhe wältzer sich in Unruh, Leid und Kummer;

Die Bahre, so dich wägt, erschreckt mich auch trn Schlummer;Bald fübl' ich Frost und Eiß, bald brennt mich Schmertz undDer Saffr, damit ich h»er die schwachen Züge führe, (Glmh;

Fff s 3st,