Buch 
Sammlung von Johann Christian Günthers, aus Schlesien, bis anhero herausgegebenen Gedichten / Auf das neue übersehen, und in einer bessern Wahl und Ordnung an das Licht gestellet. Mit einem Anhang und Register, Nebst einer Vorrede von den so nöthigen als nützlichen Eigenschafften der Poesie, wie auch bey dieser Dritten Auflage mit des Autoris Leben vermehrt
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Versch'redm Jugend»Probm.

Menschen haben, sind sie klug,

Ursach gnug,

Alle Stunden mit zu nehmen,

Und, so lang es Rosen schneyt,

Sich der Zeit

Klüglich zu bequemen.

Jener Weise hat gewiß

Auch den RißUnsers Ebenbilds getroffen;

Schwalben! rieff er, baut das Nest,Denn man läßt

Euch nicht ewig Sommer hoffen.

Pfeile, Ströme, Blitz und WindFliehn geschwind,Noch geschwinder unsre Jahre;

Nicht ein eintz'ger AugenblickKehrt zurück,Täglich droht die Bahre.

Bleibt es demnach fest gestellt,

Auf der Welt

Minder Wirth als Gast zu heissen,

Ey so laßt uns, weil es währt,

Eh man fährt,

Unsrer Luft befleissen!

Bruder! thu es auf mein Wort,Schicke fort,

Laß den Kellner scharff besprechen,

Da dein angebrochnes FestMelden läßt,

Daß wir rapffer zechen.

Lade Gäste, doch nicht viel,

Denn das SpielWird gemeiniglich verdorben:

Wenig, die sich wohl verstehn,

Gm begehn,