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Sammlung von Johann Christian Günthers, aus Schlesien, bis anhero herausgegebenen Gedichten / Auf das neue übersehen, und in einer bessern Wahl und Ordnung an das Licht gestellet. Mit einem Anhang und Register, Nebst einer Vorrede von den so nöthigen als nützlichen Eigenschafften der Poesie, wie auch bey dieser Dritten Auflage mit des Autoris Leben vermehrt
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io4o Verschkedne Ju gend-Proben.

Pulcb. Der Bruder"hat sich selbst drß Unglktck zu zuschreiben. STheod. Was das Verhängniß schleust, kau niemand hinrer- lk

treiben.

Pulcb. Der Bruder bilde sich hier kein Verhängniß ein, ßEin jeder kan ein Schmied von seinem Glücke seyn. fe

Theod. Wir müssen den Befehl des Himmels stets erfüllen, ßPukh. Wir haben die Vernunfft und einen freyen Willen. UDie erste lehret uns, was gut und schädlich sey, L

Der andre macht die Wahl. Theod Nachdem die Tyran- O

ney , - A

Der Schickung ihn regiert. Pulch. Diß rst ein falscher |i

Glaube ß

Des blinden Heydenthums. Theod Der Stock gebiert die

Traube, ^

Die Sonne den Geschmack, der Sternen Einfluß mache u

Der Menschen Lebcns-Lauff, daß dem das Glücke lachtUnd jenem sauer sieht, das ist ein Trieb vo oben, ^

Der hat die Kayserin auch nur zum Fall erhoben, g,f

Und den Paulin gestürtzt, doch mich dazu versehn, x.,

Daß ich das Werckzeug bin, wodurch sein Schluß geschehn. KPukh. Gesetzt, doch nicht bejaht! ein Freund kan viel ver» ^

hüten, . zz

Allein der Kayser gab nichts auf mein langes Birken, UDer Bruder dencke nach, der Fürst entsinne sich, ^

Hab' ich es nicht gesagt? Theod. Der Argwohn hatte mich %Und mein belognes Ohr zu heftrig eingenommen ^

Sonst wär' es wohl gewiß zu dieser That nicht kommen. nPukh. Man andre, was man kan. Theod. Ich wolt' es ^

gerne thun,

Denn mein Gewissen läst mich keine Stunde ruhn:

Allein Paulin ist todt, der Schild kommt nach der Wunde;

Doch meine Kayserin soll noch in einer Stunde M

Der Reue Mürckung sehn. Die Schwester warte hierAuf meine Wkederkunjst, jetzt geh ich gleich zu ihr. (abtt.) |Pukh. Geh nur bekrogner Fürst! du wirst dein Unglück fw $

, den, I

Wer werß, wo dein Gemahl dem Regen und den Winden JDie Kleider schon vertrautr Ich mag von deiner Pein, s

Die