Verschiedne Zugend-Prohen. 1057
Es mag nächst den von dir bisher gezeigten ProbenNoch künffrig offrermals das Weck den Merster loben,
Za dieser Ehren,Tag zeigt vor sich selbst schon an,
Noch mehr, als was von uns gerühmek werden kan.
Geniesse dann vergnügt die wohl-verdiente Freuve,
Zu der du heute kanst mir höchsten Ehren gehn,
Und war die Tugend sonst dein kostbarstes Geschmeide,
So wird dir das Barer um so viel schöner stehn.
Es ist Elysiens auf dich gestelltes HoffenNunmehro recht erwünscht und glücklich eingetroffen,
Durch deine Mühsamkeit und deiner Würde Glanh,Durch deine Wrssenschaffk und den Magister-Crantz.
Läßt uns der Himmel nur die göldne Zeit erleben,
Da du ein Lehrer wirst von Kraffc und Nachdruck seyn,So soll die Poesie alsvenn sich mehr erheben,
Und jeder wird von uns dir raufend Wünsche streun.Indessen wollen wir den Anfang hierzu legen,
Und wünschen dir Gelück von dieser Ehre wegen,
Dazu dich Müh und Fleiß und Tugend hat geführt,
Und die dich andern mehr recht zum Exempel zieh«.
Der Himmel sey mit dir, er segne stets dein Wachsen,
Er gebe, daß dein Ruhm, der heure blühend stehtSich täglich mehr und mehr bis zu den Sternen - Axen,
Ais wie ein schöner Baum mit voller Frucht erhöht.Gesunde Wohlfahrt sey hierbey der gute Regen,
Dre Sonne, so dich nehrr, des Allerhöchsten Segen,
Wie Blätter, derer Meng' ein schönes Ansetzn kriegt,
So vielfach sey däs Wohl, so deine Brust vergnügt.
Noch eines wünschen wir, daß heute dein VergnügenBey dem Magister-Schmauß auch ohne Tadel sey:
Wer bey den Büchern kan viel Fahre fleißig liegen,
Dem steht auf einen Tag schon eine Kmhwell frey;
Der Becher, aus dem wir den Sasst der We ßheir trincken,Pflegt insgemein gar sehr nach Aloe zu stincken,
Darum vergnüge du die wohl verdiente BirstDurch einen Necmx-Tranck der unverbochnen Lust
Lxx Wohl,