_ Verschiedne JugendHrvben. _ io6z
Die Söhne thaten viß, was bort der Vater that,
Der kleine David zwang den grossen Goliath,
Den grossen David zwingt der kleine Zwerg der Liebe;
Des WUbes nasser Leib verbrannte seinen Geist,
Und weii Die Unschuld stets das letzte Bad ausgeust,
So macht Urias Blut das helle Wasser trübe.
Die dritte Hochzeit legt den Simson in den Sarg,
Ein scharffes Messer bricht die Searcke seiner Lenden,
Die Augen Drittens verzehren ihm das Marck,
Und müssen ihn zuletzt durch ihren Blitz verblenden.
Ein wilder Hercules wirfft den erhäschten RaubIn seiner Liebsten Schooß, der Haare Schweiß und StaubDämpfft Puder und Jasmin, die Keule wird zur Spindel,Das Eisen selbst zu Flachs, wenn seine Brust erwacht,
Und ihm die Omphale die Zähne wässrig macht;
Gantz Troja trägt kein Dach, und dieses keine Schindel,Dem Paris Liebe nicht ein Merckmahl angebrannt,
Aeneas ist zwar fromm doch auch verliebt gewesen;
Und hätte Cäsar nicht Egyptrns Burg berannt,
So würde man kein Wort von seinem Sohne lesen.
Achilles fällt und stirbt in seiner BristS Arm,
Wenn ihm ein Heister Kuß die Lippen weich und warm,
Die Sitten lau gemacht, und den Verstand entrissen;
Der Bürger Schutz und Schild, der Römer Tod und Fall,Das Wunder jener Welt, der schlaue Hannibal,
Hat wegen seiner Braut den Degen weggeschmissen;
Den Alexander fängt ein angenehmer Tbon<O starckes Feld,Geschrey!) von seiner Thais Munde,
Durch ihre Flammen geht das Schloß zu Babylon,
Und auch ein Wunderwerck der gantzen Welt zu Grunde» ;
Als Deutschlands Zärtlichkeit noch keinen Puder rieb,
Mit Stahl und Blute mehr als Kiel und Dinte schrieb,
Noch nicht Salpeter sod und kejnen Schwefel kochte,
Schiieff in Germanien die Liebe nur auf Stroh,
Und ein Arminius war bey Thusnelden ftoh,
Wenn ihre Tapffeckeit ihm an der Stire föchte;
Die