Band 
Sechster Band
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geführt, daß der Römisch - Kayserliche Hof derPforte Zeit gegeben, sich eines bessern zu besin-nen; daraufheift es weiter: „Es fehlte sehr viel,daß die Aufführung und Absichten der Pforte soaufrichtig gewesen seyn sollen. Sie suchte durchungewisse und unschlüssige Versicherungen nurimmerZeit zu gewinnen, derweilen daß sie an demgrossen Werk der Wiedervereinigung der Anhän-ger des Qmer und des Aly von allen Kräften ar-beitete; und sie wurde hochmüthiger und wider-spenstiger, sobald sie glaubte, daß sie sich mit derHofnung schmeichlet! könte, solches zu Stande zubringen, w

Gilt jener Satz von dem Betragen gegen einsMacht, die erst durch einen Frieden zum Freundgemacht werden soll; wie vielmehr muß solcherstattfinden, wann ein Hof, mit dem man überdie Festhaltung eines schon geschlossenen Friedenszu thun hat, eine verdächtige und gefährliche Con-duite führt, und sich weigert, durch hinreichendanerkannte Versicherungen seinen Freund, unddessen Mitte, zu beruhigen.

Einen Beweis hievon gibt das, was zwischendem Wiener und Berliner Hof, wegen des Ga-rantie-Geschäfts des Dresdner Friedens, vorge-gangen. Preussischer Seits wurde die Be-schleunigung der Sache im Haag und zu Londonbetrieben. Die Ministers des Wiener Hofsbegnügten sich aber mit lauter dunkeln, und dieSache ins Weite schiebenden Antworten. Nachall diesen fruchtlosen Verzögerungen brachte derKönig die Sache endlich vor das Tribunal des

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