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Der Director Holbein berief ihn bald darauf an dasWiener Burgtheater. Nach einem Gastspiel vom 17. Octo-ber bis zum 5. November 1849 ward er engagirt.Neben Hamlet und Lord Harleigh in dem wüsten Drama„Sie ist wahnsinnig" spielte er damals auch den Schillerin Laube's „Karlsschülern", den Moliöre in Gutzkow's„Urbild des Tartüffe" und den Reinhard in „Dorf undStadt". Vom Burgtheater entfernte ihn ein Zwist mitLaube. Er ging nach Dresden, wo er zuerst als Hamletam 3. Juli 1852 in einem Gastspiel auftrat. DemDresdener Theater hat er zehn Jahre, 1854 —1864,angehört: es ist die Zeit seines Glanzes, seines Ruhmesund seiner Vollkraft. Der unruhige Dämon des Ehr-geizes, der ihn in keiner Stellung befriedigt ausruhenließ, streifte endlich auch die letzte, leichte Fessel ab, dieihn noch an ein Ganzes band. Nur auf sich allein wollteer beruhen, nur ein freier Künstler sein. Seit 1865 gaber sich ganz den wilden, aufreibenden Gastspielen hin:das Ende ist nach seiner Rückkehr aus Amerika einlanges Siechthum, der Ausbruch des Wahnsinns und einvorzeitiger Tod gewesen; noch nicht das vierundfünfzigsteJahr hatte er vollendet. Berlin hat ihn wiederholt aufseinen Theatern gesehen: 1855 und 1865 hat er aus derHofbühne, 1856 und 1862 auf dem Friedrich-Wilhelm-städtischen Theater einen größeren Cyklus von Vorstellungengegeben.
Die Schranke Dawison's, auch in seiner Blüthe, warsein Mangel au Gemüth und reiner Idealität. Nie istes ihm gelungen, Schiller'sche Verse herzbewegt undherzergreifend zu sprechen. Er war eben kein Deutscherund hat sich darum wohl gehütet, uns in Berlin seinen