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Eigenartige aus. Wo die Anderen Zeichner sind, ist erColorist. Sein hinreißendes, gewaltthätiges, schillerndesSpiel war in der Mitte der fünfziger Jahre etwas wieeine Revolution. Noch stand die »alte Schule" in JulieRettich und Auguste Crelinger, in Hermann Hendrichsund Emil Devrient aufrecht, beinahe unantastbar da; einso großer Shakspeare-Darsteller wie Ludwig Dessoir gingim Großen und Ganzen desselben Weges. Daher dieBegeisterung auf der einen, die Angriffe auf der anderenSeite, welche Dawison's Weise erregte. Diejenigen, dieseinen dritten Richard, seinen Antonius, selbst seinenHamlet nur aus seinen letzten Jahren kennen, haben nureinen Schatten von dem gesehen, was diese Figuren einstwaren. Lebenswahr, feurig, voll übersprudelnder Leiden-schaft, in tragischer Hoheit hatte dieser Richard einendämonischen Zauber, besaß dieser Antonius in seinerZunge eine Geißel, die auch den trägsten Muth auf-stachelte. Wenn er damals als Hamlet zu Ophelia'sFüßen lag, während der Borstellung der Schauspieler,den König, wie die Schlange den Vogel, unter seinemBlick gefesselt hielt und dann plötzlich emporsprang —nicht einer war im Saal, der sich nicht vom Schauer er-griffen fühlte. Diese Gestalten traten nicht, wie manwohl behauptet hat, aus dem Rahmen der Dichtung: siefüllten nur die Schatten mit Blut und Leben aus. Da-wison legte sich seinen Shakspeare hier und dort in seinemSinne zurecht, wie es jeder wahrhaft große Schauspieler,der nicht nach der alten überkommenen Schablone arbeitenwill, gethan hat und thun wird; aber seine Figurenhörten darum nicht auf, vom Scheitel zur Sohle voll-kommen Shakspeare'sche Wesen zu sein. Im Shylock, wo