Einleitung.
XVII
hat der Menschengeist ein ihm gefährlicheres Institutgeschaffen als den Jesuitismus, und nie hat ein Kindmit so rücksichtsloser Entschlossenheit seinem Vater nachdem Leben gestrebt wie dieses.
Hätte ich heute dieses Bild noch einmal zuschaffen, so würde ich vielleicht diese oder jene Liniedesselben etwas weniger scharf ziehen und die Farbenda und dort etwas abdämpfen. Nach reiflicher Prü-fung muß ich jedoch das gegebene Gemälde bestehenlassen, weil ich es, als Ganzes betrachtet, für natur-wahr in der Zeichnung und für historischgerecht inder Farbengebung ansehe. Der Gesamteindruck,den es hervorbringen soll und, wie ich hoffe, auchhervorbringen wird, dürste die Erkenntnis sein, daßdie „Compagnie Jesu" eine Macht, eine Großmachtwar und noch ist.
Ja, noch ist! Vielleicht sogar dermalen einegrößere Macht als je vordem. Warum? Darum,weil heute nicht etwa nur unwissende, schafige Massen,sondern auch Hunderttausende, ja Millionen von mehroder minder fest auf dem Boden der Bildung des19. Jahrhunderts stehenden Leuten die GesellschaftJesu für ein gutes, für ein wohlthätiges, ja für einnotwendiges Institut halten.
Das ist der gewaltige Rückstoß, welchen die christlich-
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