Buch 
Letzte Gänge / von Johannes Scherr
Entstehung
JPEG-Download
 

XXVI

Einleitung.

eine zielt auf ein vorgestelltes Jenseits, der andere aufdas thatsächliche Diesseits. Der eine will die Menschenselig", der andere will siemenschlich" machen.

Es ist ein tiefweises Wort, jenes neutestameut-liche:Der Mensch lebt nicht allein vom Brote". Soller nicht vertieren, so mnß er etwas haben, an etwasglauben, was ihn über die Drangsal des Kampfesums Dasein emporhebt. Ob er dieses Etwas im Him-mel suche oder auf Erden, ist am Ende aller Endeneinerlei. Aber ohne Illusionen, Ideale, Götter ist ernur eine Bestie, sei es eine wilde, sei es eine wüste.

Der Jesuitismus und die Freimaurerei, sie ge-hören, der eine wie die andere, zu den großartigstenIdealen oder Illusionen, welche der Menschengeist je-mals ausgesonnen hat. Sie sind daher im vollstenMaße berechtigt, zu fordern, daß man sie in ihremWesen kenne und nach ihrer Wesenheit beurteile.