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Vierter Band
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Hundertimdelftes Kapitel.

Schloßprediger zu Forbach, Feldprediger bei dem französischenRegiment LlIswMä) als Pfarrer zu Hornbach und Ober-pfarrer zu Winterburg lebte, an welch letzterm Ort er am4. November 1781 starb. Er glaubte es feinem geistlichen Be-ruf schuldig zu fein, die besondere poetische Richtung, weicher-er folgte, zu verheimlichen. Seine auakreontischen Tändeleienund Phantasiespiele gemahnen überall an feine sranzösischenVor-bilder, die lebendige und feine Koketterie, die leichte Sinnlichkeit,welche die Bilder Watteaus und Bouchers wie die Verse Chau-lieus und Lafahes belebten, gingen in die Gedichte des deutschenPfarrers über, welche erst nach seinem Tod veröffentlicht wur-den. Auch seine Übertragung von Gressets „Vsrt-Ht," als„Paperle" (Karlsruhe 1752) hilft seine Geschmacksrichtung be-zeichnen. Unleugbar kam er von den Genossen der Halleschenund Leipziger Poetenschule den Wirkungen Hagedorns am näch-sten, nur daß zur Zeit, wo Ramler den vollständigen poetischenNachlaß von Götz veröffentlichte, die noch so vortreffliche undgeschickte Nachbildung der Franzosen längst von der Weiterent-wicklung der deutschen Dichtung überholt war. — Ernster undschwerfälliger zugleich stellt sich die Dichtererscheinung vonJoh ann Peter Uz dar, welcher im Kreis der jungen Ana-kreontiker die Rolle des Didaktikers übernahm und sich redlichbemühte, die heitere und bescheidene Genußphilosophie, welcheseine eignen wie die Wein- und Liebeslieder seiner Geistesver-wandten erfüllte, mit der Leibnizschen Philosophie, der Lehre vonder prästabilierten Harmonie, in Verbindung zu setzen. Uz'Muster waren französische Poeten oder jene Engländer, an derenSpitze Pope stand, und die durchaus dem französischen Klassi-zismus nach- und zustrebten. Uz war am 3. Oktober 1720 zuAnsbach geboren, studierte in Halle die Rechte und begann imJahr 1748 beim Justizkollegium seiner Vaterstadt seine Beam-tenlausbahn. Ein Lichtblick in derselben war ein mehrjährigerAufenthalt in Nömhild, im übrigen verlief sein Leben in be-scheidener Zurückgezogenheit und Pflichterfüllung. Er starb alsGeheimer Justizrat und Direktor des Landgerichts zu Ansbacham 12. Mai 1796. Bei allem Streben nach Unmittelbarkeitüberwog die Reflexion in ihm, die Grundstimmung seiner leich-ten Lieder an Chloe und andre Schönen, Lieder, deren Grazieund Genußfreude nur selten von einem wärmern Hauch derWirklichkeit und des Erlebnisses durchdrungen wurden, die Stim-