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Hiuidertunddreizehntes Kapitel.
storbenen als den „legitimen" König Jakob III. von Großbri-tannien und Irland anerkannt. Ein heftiger Ausbruch engli-scher Nationalerbitterung folgte und gestattete König Wilhelm lll.,die längst ersehnte Kriegserklärung gegen Frankreich zu erlassen.Es schien jetzt notwendig, einen englischen Agenten im verbün-deten Lager beim Heer des Prinzen Eugen zu haben. Addisonerwartete zuversichtlich seine Ernennung zu diesen Posten, dennwenn auch sein Protektor Montague, jetzt Lord Halifax, vorkurzem aus der Gewalt gestürzt war, so fungierte dafür derEarl von Manchester als Minister Wilhelms III. Aber bereitsim März 1702 starb König Wilhelm, seine Schwägerin Annabestieg den englischen Thron. Sie entließ sofort alle noch imAmt befindlichen Whigs und wendete zunächst ihre Gunst aus-schließlich den Tortes zu. Addison teilte das Schicksal seinerPartei. Er verlor die Aussicht auf seine Ernennung zum eng-lischen Kommissar bei dem kaiserlichen Feldherrn und zugleichseine Pension. Er sah sich genötigt, ein Engagement als Reisebe-gleiter des jungen Lord Hartford, des Sohns des Herzogs vonSomerset, einzugehen. Mit demselben verweilte erwählend diesesund des nächstfolgenden Jahrs in der Schweiz, in Deutschlandund Holland. Ende 1703 kehrte er nach beinahe dreijährigerAbwesenheit nach England zurück.
In der ersten Zeit nach seiner Rückkehr befand er sich nachübereinstimmenden Berichten in bedrängten Umständen. AlsSchriftsteller ahnte er offenbar noch nicht, welche Kräfte in ihmschlummerten, denn keine seiner damaligen Hervorbringungenragte über die Mittelmäßigkeit hinaus. Auch das die siegreicheSchlacht von Höchstädr feiernde Gedicht „Der Feldzug", ob-wohl es den Namen Addisons in weite Kreise trug und in ganzEngland höchlich bewundert wurde, war, wie es Villemainrichtig nennt, nichts als eine „gereimte Zeitung". Aber wennes wenig für den Nachruhm seines Autors that, so hatte es sehrgreifbare Wirkungen für dessen augenblickliche Lage. Er erhielteine jener zahlreichen Sinekuren, die unter dem Namen vonKommissarstellen in der Verwaltung existierten. In den folgen-den Jahren empfing er vom Gluck seiner Partei seinen reich-lichen Anteil. 1705 ward er Unterstaatssekretär, begleitete eineGesandtschaft an den Hof von Hannover und empfahl sich dieser-gestalt dem zukünftigen Herrscherhaus. 1707 war er Mitglieddes Hauses der Gemeinen (ohne sich in demselben irgendwie aus-