Band 
Vierter Band
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Hmldcrtilndfünlzchntes Kapitel.

auf die Kindesphantasie von heute hervorzubringen pflegt, er-fuhren zur Zeit des Erscheinens die Erwachsenen. Mit einemglücklichen Instinkt hat Defoe in die scheinbare Eintönig-keit der Erzählung den reichsten Wechsel und die entschiedensteSteigerung gelegt. Vom Schiffbruch und der ersten Landung Ro-binsons bis zu der Bezwingung der meuternden Schiffsmann-schaft, durch welche schließlich die Heimkehr nach England er-möglicht wird, ist der Leser in Mitleidenschaft gezogen; dierealistische Kraft aller Erzählungen und Schilderungen, ihre mi-nutiöse Ausführung, welche lebhaft an die Art eines einsamenMenschen erinnert, dem natürlich auch seine unbedeutendstenAngelegenheiten außerordentlich wichtig erscheinen, sind innahezu jeder Beurteilung hervorgehoben worden, und soweit diezahlreichen Nachahmungen irgendwelchen Wert besitzen, muß-ten sie diese Vorzüge des „Robinson Crusoe" als mustergültigins Auge fassen. Die Lebensfülle, welche der Roman enthält,war um so wirkungsvoller, als die ganze Form des biographi-schen Romans, zu der allenfalls einige Ansätze in gewissen Ar-tikeln der moralischen Wochenschriften vorhanden gewesen wa-ren, doch in England eine völlig neue und eben auf jenesbürgerliche Publikum, das in den ersten Jahrzehnten des 18.Jahrhunderts an der Litteratur teilzunehmen begann, von un-widerstehlicher Anziehungskraft war. — Die spätern RomaneDefoes erwiesen sich als weitere glückliche Versuche, aus der Füllepersönlicher Eindrücke, Beobachtungen und Erinnerungen wieaus Erinnerungen andrer, die für ihn volles Leben gewonnenhatten, interessante Erzählungen zu gestalten. Aber es fehlteihnen die unverwüstliche und ergiebige Grundidee, das reinmenschliche Interesse des „Robinson", man darf sagen desersten Teils des „Robinson", denn die weitem Teile, welcheDefoe später hinzufügte, litten an den gleichen und an stärker»Mängeln als die spätern Romane. Dieselben sind: „Das Le-ben des Kapitäns Singleton" („IRc likc, aävsMnres nnäP^I-LCISS ot daMin ZinAlston", London 1720), eine Seeräuber-geschichte; „Glück und Unstern der MollFlanders" („Ubskortnnss nnä iniskortunss ok tbs lnmous llloll künnäsrs", eben-da;'. 1721); „Tagebuch aus dem Londoner Pestjahr1665" (i,^, sonrnU ok tbs plLAus in 1666", ebendas. 1722);„Die Denkwürdigkeiten eines Kavaliers" („TRs ms-inoirs llt g, oavalisr änrinZ lös civil vvars in UnZlsuck", ebendas.