1805.
3mt Anfang dieses Jahres verließ Armfeldt, mitschwerem Herzen, seinen Gesandtschaftsposten in Wien,den theils seine eigene Heftigkeit, theils das kritische Ver-hältniß seines Monarchen gegen die großen Höfe durchausunhaltbar gemacht hatte. Dieses Ereigniß affizirte michlebhaft; er war das Orakel des engeren Zirkels, in wel-chem ich lebte, und meine Verbindung mit ihm, ob ichihn gleich weniger sah als Paget, hing an viel tieferenWurzeln.
Inzwischen hatte ich mit Kurnatowski das Projekt ent-worfen, Adam Müller (der damals in Preußisch-Polenim Hause seiner nachmaligen Frau lebte, nach Wien zucitiren, und er kam wirklich am 9. Februar hier an. Inder ersten Zeit hatten wir einige Mühe miteinander überviele wichtige Punkte einig zu werden. Später ward jedochseine Gegenwart eine große Quelle von Erfrischung undKräftigung meines Geistes.
Mit dem 1. April fing ich die zur Publikation be-stimmte Schrift über den Krieg zwischen England undSpanien an, wobei ich einzig vom Gefühl der Wahr-heit, so wie ich sie damals erkannte, und von keinem äußerenMotiv geleitet war. Denn um die englische Regierungmir geneigt zu erhalten, war dies nur ein schwaches Neben-