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Reise über Gran, Neuhäusel, Tyrnau, Holitsch, Brunn(welches die Franzosen eben verlassen hatten), Jglau,Czaslau u. s. f. nach Prag, wo ich am 14. ankam undmeine alte Wohnung (die ich zum Glück nie aufgegebenhatte), in bestem Zustande wieder fand.
Das Leben, welches ich diesen Winter über in Pragführte, war in hohem Grade eintönig und unbedeutend.Ich fand dort die Gesellschaft wieder, die ich früher besuchthatte, lebte mit den Häusern Kolowrat, Clam, Lobko-witz, Schlick, den Fürsten von Rohan, Windisch-grätz rc. In der ersten Zeit war ich der tägliche undsehr willkommene Gast der Fürstin Bagration, die sichhier niedergelassen hatte und erst am 17. Dezember wiedernach Wien ging. Bei meinem alten Freunde GeneralWintzingerode machte ich fast alle Abende eine ParthieL'hombre. Einen anderen alten Freund, Baron Buol(Chargé d’affaires in Dresden, frühzeitig und unerwartetgestorben, ehe seine Verdienste recht anerkannt waren) undwie sich von selbst versteht, Graf Stadion und seinenBruder Friedrich (viel unglücklicher als er) sah ich häusig.Baron Bildt, gewesener schwedischer Gesandter zu Regens-burg, und seine sehr verständige Frau, die beide großenWerth auf meinen Umgang legten! Viele Durchpassirende!Baron Wessenberg, Gesandter in Berlin, mehrere Tagemit mir! — Wenn es bloß auf eine lange Liste vor-nehmer Namen ankäme — wie leicht könnte ich eine solcheliefern!
à Statt besten will ich hier lieber wörtlich copiren, wasich am Schlüsse dieses Jahres in mein altes französischesJournal schrieb: — „Année, à jamais mémorable, d’abordbrillante d’espérances, puis orageuse, malheureuse, som-bre au-delà de ce que j’avais pu imaginer — enfin