Band 
Vierter Band.
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Briefe nach Wien — an Pilat und Türkheim — undfuhr um halb -12 Uhr ab. — Weil ich St. Johann zuweit fand, hatte ich meine Leute nur bis Unken voraus-geschickt. Hier kam ich selbst nach 3 Uhr an, aß mit ge-ringem Appetit, war auch sonst, trotz der Milde der Luft,nicht behaglich, und legte mich bald zu Bette, wo ich michnach einer Stunde wieder ganz wohl fühlte. Dies benutzteich aber bloß, um mir durch frühen Schlaf eine gute Nachtzu bereiten, welches mir auch gelang.

Den 25., Montag. Um 7 Uhr fuhr ich von Unken.Die Luft war nun so milde, daß von Mantel, Fußfack rc.nicht mehr die Rede sein konnte, sogar nach Mittag etwaszu warm. — Die wilden, malerischen Berge bei Loferboten heute einen mir neuen Anblick dar, weil sie — gleichden anderen Gebirgen in diesem Theile von Salzburg undTyrol, auf welchen ich sonst nie Schnee gesehen hatte —diesmal ganz in Schnee gehüllt waren. Ich hatte meineLeute nach Wörgel geschickt, weil ich es mir weiter dachte,als es ist, und mußte daher an diesem elenden Orte (An-dere stellen ihn freilich weit über Unken — sed de gusti-bus etc.) bleiben. Die Stube war kalt; die Ofenwärmewurde bei der herrschenden Luftwärme leicht drückend; ichschritt wieder zu meinem Universalmittel — dem Bette.Um 7 Uhr kam Gras Schulenburg an, und blieb eineStunde bei mir. — Bald nachher schlief ich ein, undhatte viel und guten, wenngleich nicht sehr festen, Schlaf.

Den 26., Dienstag. Um 7 Uhr ward von Wörgel auf-gebrochen. Ich befand mich heute ungemein wohl; dabeiwar das Wetter mit warmer Lust, und kühlem Winde,äußerst angenehm. Ich kam um 2 Uhr in Jnspruck an,und aß um 3 Uhr mit ganz besonderem Appetit. — Nach-mittag Besuch von dem Gouverneur, Graf Choteck. Nach