Band 
Vierter Band.
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nachher bis Mitternacht sehr unruhig,, von da an bis6 Uhr Morgens recht gut.

Den 2 M Montag. Kann ich mir selbst verschweigen,daß heute mein 61. Geburtstag ist? — Verschweigen, daßich das Alter zu fühlen anfange? Die letzten zwei Mo-nate haben mich hart mitgenommen; die Reise hat das Ihrigegethan. Was mich für jetzt am meisten beunruhigt, ist einanhaltender, nicht starker, aber in der Geschichte meinerBeschwerden fremder Kopfschmerz über den Augen.Uebrigens große Ermattung in den Gliedern, schwacherAppetit rc. — Von Baron de Pont, der den Fürstenzu Lyon verlassen hatte, höre ich diesen Morgen, daß ernicht vor dem 9. hier eintreffen wird. Also Zeit genugauszuruhen! — Graf Pachta und Sandrini geben sichdie äußerste Mühe, mich mit allen nur erdenklichen Be-quemlichkeiten zu versehen. — Drei Pakete aus Wien,mehrere aus Trieft erhalten. — Gegen 11 Uhr zum ersten-male ausgefahren; zu Graf Strassoldo; langer Besuchbei General Bubna. — Dann nach Wien geschrieben; umhalb 5 Uhr zu Fürst Hatzseldt, und dort gegessen. —Abends war die Luft äußerst schön, und reizte mich bis eäfinster ward, auf einem zu meiner Wohnung gehörigen,sehr guten Balkon zu sitzen. — Ich las eine große Anzahlrückständiger Zeitungen, und hatte nachher eine sehr guteNacht.

Den 3., Dienstag. Besuch von Dr. Sacco, meinemHausherrn. — Um 11 ausgefahren. Besuch bei Pachta.Domplatz und Kirche besehen. — Das zur Kanzlei desFürsten bestimmte Lokal besucht. — Um 1 Uhr zu Hause.Besuche von Graf Schulenburg, Graf Bernstorff, demOber-Polizeidirektor Torresani, General Bubna, GrafStrassoldo. — Bei Bubna gegessen. Die Gräfin;