Band 
Vierter Band.
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Den 9 m Sonnabend. Ich blieb bis 3 Uhr im Bette.Das Wetter, gestern und vorgestern sehr schön, war reg-nicht geworden. Philippsborn, der Legations-SekretairTettenborn's, besuchte mich vor seiner Abreise nach Berlin.Ich gab ihm einen langen Brief an Baron Werner mit.Dann kam Huszar, mit Aufträgen seines Schwiegervaters.Ich arbeitete, nach dem Wunsche des Fürsten, zwei Artikelfür den Beobachter aus, aß mit Appetit, ging aber baldwieder zu Bette, um meine Arbeit fortzusetzen, und voll-endete sie glücklich bis 8 Uhr. Schlief nachher nicht schlech-ter als sonst.

Den 10.., Sonntag. Ein Brief, den ich gestern vonSteig en tes ch erhalten, hatte mich so erschreckt, daß ichihn in unmittelbarer Todesgefahr glaubte. Ich entschloßmich daher, um 10 Uhr in die Stadt zu fahren, und ihnzu besuchen. Ich fand ihn allerdings in einem kritischenZustand. Noch vor 12 Uhr war ich wieder in Weinhaus;setzte die Revision meiner Papiere fort; je weiter ich indem Geschäft vorrücke, desto unerbittlicher wird meineStrenge. — Nach dem Essen befand ich mich so wohl, daßich bis halb 8 Uhr an meinem Schreibtisch sitzen blieb, undunter anderen einen Bries an Graf Senfft anfing, dervielleicht für jetzt nicht einmal wird benutzt werden können.— Abends kam Pilat. Nachher erwartete ich eine ruhigeNacht; und ganz gegen diese Erwartung mußte ich vonhalb 10 bis halb 12 denselben fieberhaften Zustand wiedererfahren, der mir in den vorhergehenden Tagen das Ein-schlafen so sehr erschwerte.

Den 11 M Montag. Ich stand um 10 Uhr auf; hatteeinen Besuch von Baron Stürmer. Revision der Pa-piere. — Diese mühsame Arbeit gewährt mir doch denVortheil, manche frühere Pièce zu lesen, die mir die wich-

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