Band 
Vierter Band.
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blieb eine Stunde; dann kamen Graf und Gräfin Lützow.

— Im Bette hatte ich heute etwa eine Stunde lang Zuckun-gen im linken Beine, doch ohne Schmerzen; auch keineüble Nacht. — Ich erhielt heute einen Brief vom Fürstenaus Plasse.

Den 29., Sonnabend. Um 9 Uhr in die Stadt. Tür-kische Post. Briefe aus Bucarest, die alle meine Erwar-tungen erfüllten! — Auf die Staatskanzlei; mit Stürmerund Wacken Depeschen gelesen zc. Um 2 Uhr nach Wein-haus zurück. Sehr schönes Wetter! — Besuch vonBaron Stahl. — Pilat rc.

Den 30., Sonntag. Um halb 10 Uhr kam der Chirur-gus Kenzinger heraus, und ich ließ mich zum drittenmaleschröpfen. — Sei es nun, daß die Operation mich diesmalmehr angriff (ob ich mir gleich nur zwei blutige Köpfe,und viele trockene setzen ließ), sei es daß meine zuvorbestehende Disposition es mit sich brachte — ich fühlte michden ganzen Tag sehr matt, kleinmüthig, und beklommen.

— Ich las und schrieb indessen fortdauernd. — Um 6 Uhrkam Hofrath Wacken zu mir, und brachte mir einen lan-gen Brief vom Fürsten, nebst mehreren Depeschen. Inderselben Zeit kam auch Graf Schulenburg. — Ich hattemich, ohne recht zu wissen warum, vor der Nacht gefürch-tet; sie war völlig schmerzensfrei, ruhig, und gut.

Den 31., Montag. Diesen Morgen fühlte ich mich wie-der muthiger, schrieb einen langen Brief an den Fürsten,hatte Nachmittag einen zweistündigen, recht unangenehmenBesuch von Lord Stanhope, später Pilat und Hügel,ging um halb 10 Uhr zu Bette, hatte anfänglich einigeZuckungen in den Beinen, dann eine ziemlich gute Nacht.