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Dm 5., Sonnabend. Gegen Morgen erhob sich einfrischer Wind, der die Luft wenigstens um 2 Grad ab-kühlte. Es folgte ein sehr schöner Tag, meist bedeckterHimmel; Abends entfernter Donner. — Ich arbeitete undstudirte bis zum Mittagessen. — Nachher hatte ich abermehrere Besuche: Lord Stanhope, Hofrath Brenner,Oberst Kavanagh. — Sehr zufrieden.
Den 6., Sonntag. Gegen 10 Uhr fiel ein kurzer Platz-regen; dann wurde das Wetter sehr schön. — Um 1 UhrBesuch von Sir Henry Wellesley. — Um 3 Uhr Em-pfang vieler Briefe und Pakete, vom Fürsten, aus Eng-land rc. — Um 6 Uhr Hofrath Wacken, mit den weiterenKommunikationen des Fürsten (hauptsächlich Portugalbetreffend). Um 10 Uhr zu Bette.
Dm 7., Montag. Das Wetter war sehr beträchtlichabgekühlt, und dabei äußerst schön. Ich fuhr um 8 Uhrin die Stadt, um 12 Uhr wieder heraus. In der Zwi-schenzeit kleine Geschäfte und Besuche. Anführen muß ichausdrücklich, daß ich mich heute ganz besonders wohlfühlte. Es ist offenbar, daß das Schröpfen vortrefflichgewirkt hat. Seit dem letztenmale bin ich fast ohne alleSchmerzen, und meine Geistesstimmung hat sich nichtwenig gehoben. — Besuch bei Wellesley vor dem Essen.Den übrigen Tag ruhig studirt.
Dm 8., Dienstag. Sehr schönes Wetter. — Zu MittagGesellschaft: Lord Stanhope, Graf Sedtnitzky, GeneralWimpffen, Oberst Kavanagh, Tettenborn, Schulen-burg, Trauttmannsdorff, Wacken, Kreß, Huszar,Pilat rc. Mein Garten in großem Flor. — Abends zuLady Wellesley, wo ich unter anderen die Bekanntschaftder Lady Jersey machte, den seit mehreren Jahren nichtgesehenen Fürsten Rasoumoffsky, und Wentzel Liech-