375
Den 24., Montag. Ein äußerst unruhiger Tag! BisU Uhr arbeitete ich an den Depeschen nach Paris undLondon; um 11 Uhr fuhr ich zum Fürsten, wo ich diefatalen Petersburger Aktenstücke fand. Um 1 Uhr machteich einen kurzen Besuch bei der Gräfin Fuchs. Dannarbeitete ich bis 5 Uhr an einem nach London zu senden-den Artikel, hatte in der Zwischenzeit Besuche von Pilatund Rezenda, fuhr um halb 8 Uhr zum Fürsten, womich neue Bestätigungen der früheren bösen Nachrichtenerwarteten. Arbeitete nachher bis 11 Uhr.
Den 25., Dienstag. Dieser ganze Tag verging untersehr mannichfaltigen Geschäften und Schreibereien. Tet-tenborn kam schon um 10 Uhr zu mir. Von 11 bis 12war ich bei Rezenda, von 12 bis 2 Uhr zum Fürsten.Die Sachen gewinnen täglich eine drohendere Gestalt. Denganzen Nachmittag und Abend, nachdem ich eine Estaffettenach Hermannstadt gesendet, schrieb ich an Briefen nachParis rc. Schlief auch etwas unruhig, doch immer nochsehr zufrieden mit meinem Schlafe.
Den 26., Mittwoch. Um halb 11 Uhr zum Fürsten.Um 2 Uhr nach Hause. — Zu Hause gegessen. Um 6 Uhrzu Graf Kollowrat. Höchst wichtiges Gespräch. Umhalb 8 Uhr zu Fürst Alfred Schönburg, dort mitFürst Trauttmannsdorff und Gras Heinrich Hardeggbis 12 Uhr gespielt.
Den 27., Donnerstag. Von 11 bis 2 Uhr beim Für-sten. Gespeist beim General Graf Hau g Witz mit derFürstin Moritz Liechtenstein, Fürst und Fürstin Lob-kowitz, Gräfin Fekete, Gräfin Fuchs, beiden GrafenSchulenburg. — Um 9 Uhr Abends begab ich mich indie Gesellschaft beim Fürsten, wo der berühmte Taschen-