420
zeltern, Graf Sedlnitzky rc. Um halb 7 nach Hause.Gelesen und geschrieben.
Den 30., Sonnabend. Um 10 Uhr in die Stadt, umvon dort nach Waltersdorff zu fahren, da ich der Fürstineinen Besuch während der Abwesenheit des Fürsten ver-sprechen hatte. — Ich nahm auf der Staatskanzlei die vondem Fürsten eingegangenen Briefe mit, und fuhr um halb12 Uhr hinaus; wurde unterwegs von einigen heftigenRegenschauern begrüßt. Ich fand in Waltersdorff dieganze Leykam'sche Familie; nach dem Essen kam BaronVilla Secca mit seiner Frau zum Besuch. Abends un-terhielt ich mich eine Stunde mit Graf Mercy, der vonLaxenburg zurück kam. Die übrige Zeit brachte ich, undnicht unangenehm, mit den Damen zu. Um 11 Uhr zuBette.
Den 31., Sonntag. Nachdem ich zuvor noch einenBrief an Baron Stürmer nach Baden gesendet hatte,fuhr ich um halb 7 nach Weinhaus zurück. Das Wetterschien sich endlich zu beruhigen; doch war die Luft nochziemlich kalt. — Kaum war ich in Weinhaus fest, als auchschon Besuche über Besuche mich packten: Graf Fiquel-mont, Baron Meyendouff mit dem kranken ProfessorTappe; nachher Frau von Orendy, Pilat rc. — ZuMittage bei Cowley's, mit Lord und Lady Salisbury;nach Tische mit dem Lord ein langes politisches Gespräch.Um 8 Uhr nach Hause.