Vorrede.
damals neuen! philosophischen Sekte auf Verstandes«und Sitten-Bildung junger Akademiker mit Nach-druck äußert. Ob Herder in dem, was er gegenihr Lehrfystem oder vielmehr gegen den Mißbrauchdesselben dem Publikum (>799 und asioo) gesagthat, Recht oder Unrecht hatte ? ist dieses OrtrS nichtzu untersuchen.
V. An Prediger: Zwölf Provtnzias.blatter. Die 1774 unter diesem Titel erschieneneSchrift liegt diesen zum Grunde. Aus einem vielausführlichern ersten Entwurf, welchen der Verfasser— nicht zum Vortheil der Deutlichkeit! — in EinBündchen zusammenzog, ist hier an vielen Ortender Text erweitert oder deutlicher gemacht, dafüraber sind einige polemische Stellen, wodurch sichverschiedene Gelehrte beleidigt glaubten, und die zuunserer Zeit wenig Interesse mehr haben möchten,weggelassen worden: so daß sie hier in einer völ-ligen Umarbeitung, und wie ich hoffe, Hellerund verständlicher, erscheinen.
Bekanntlich wurden diese Provinzialblätte« voneinem großen Theile des theologischen Publikums(denn ein anderer, noch mehr aber viele aufgeklarteund wohlmeynende Wcltleute freuten sich derfreimüthigen Stimme!) sehr übel aufgenommen, undeine Reihe von journalistischen Mißhandlungen desVerfassers siengen sich von da und mit der ältestenUrkunde an. Was er gegen Geist und Mei-nungen der Zeit von Bestimmung, Würdeund Einfluß des Predigtamts, besonders gegen diein den höher», Standen zu seinem Nachtheil herr-schenden Grundsätze überhaupt sagen wollte, undwozu ihn die damals erschienene Spsiding'sch«