junger Geistlichen auf d. Akademie. 28)
art, die sie zu ihrer künftigen Bestimmung wonicht ganz unbrauchbar, doch so unförmlich undmißgebildet machen, daß manchem eine völlige Wie-dergeburt des Geistes, der Denk- und Schreibartnöthig wäre. Jene barbarisch - kritische Philosophie,die fast alle populäre Sprache aufgehoben, jedenKegel auf den Kopf gestellt, und die ganze mensch-liche Denkart revolutionair zu machen gesuchthat, hat auch die Theologie aus ihrer Wurzel zurücken sich bestrebet, indem sie statt ihrer eine ,,Re-ligionsphilosophie^ Mode gemacht hat, nach welcherJeder sich die Religion erst a xriori selbst erfinden,und in dieser barbarischen Erfindungsfprache vor-tragen muß, wenn sie Religion seyn soll. Und dasich diese Philosophie xsr kus et nskas verbreitetund die widrigsten Anwendungen sich erstrebt hat:so kann ich ganz unpartheilich (denn ich ehre denUrheber dieser Philosophie sehr) die schiefen Wir-kungen nicht genug schildern, die sie auf die Köpfejunger Theologen macht und gemacht hat. DerJurist und Arzt schützen sich gegen sie durch ihreKunst, durch ihr Handwerk; der Theolog (daTheologie und Philosophie von jeher mit einanderzu thun hatten) fallt in ihre Arme und wird durchsie ganz zu Grunde gerichtet. Jede Gemeine ist zubeklagen, die zu ihrem Lehrer einen kritischen Phi-losophen nach der neuesten Mode bekommt; wenner diese Mode nicht vergißt, oder das Herz hat,ihr zu entsagen, hat er große Mühe, in seinemAmt das zu werden, was er seyn soll, ja ich sehekaum, wie ers anzunehmen Muth hat? -^>Diese Philosophie also jungen Theologen entbehr-