Band 
[Adrastea I & II.]
Seite
46
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46 I. Begebenheiten und Charaktere

pee zu denken. Ganze Zeiträume hin ist ja die alteund älteste Zeit obncdies Dichtung; im politischenSinn der Griechen und Römer ist sie für uns ofteine parlherliche, menschenfeindliche Dichtung. Ad ra-sten also ordne sie; der Sinn des Wahren und Gu-ten bringe Licht, Haltung, Zweck und Farbe fürunser Auge in diese Massen, in diese Figuren; d. i.Jeder schaffe sich, kurz oder lang, eine vernünf-tige Epopee selbst aus diesen Religions - undStaatseinrichtungen voll Weiser und Helden, aus ih-ren Sitten und Gebrauchen. Fenelons Tclemach sindmehrere Dichtungen solcher Art nachgefolgt *); wenigetn seiner Reinheit gedacht und vollendet. Denn jeneZwittergeschöpfe neuerer Geschichte und Fabel, beydenen man nie weiß, auf welchem Grunde man ste-het, gehören nicht hieher.

Ueber die geistliche Beredsamkeit hatFenelon einige Gespräche geschrieben, die ein Gegen-gift gegen den Knnzelwitz und die Hofrednerey sind,die nicht nur damals galten: denn wie lange hatein Theil der sogenannt - h ei li g e n Beredsamkeit,die unter Ludwig XIV. galt, dies tönende Erz, diesewohlklingende Schelle noch nachgeklingelt? Nur ge-hört zu Fenelons Art zu predigen auch seine Art zudenken; sein Geist und sein Herz, seine Bildungund Uebung; sonst dürsten auch auf diesem Wegenur Schwärmer oder Schwätzer werden.

HSethos, die Reisen, die Ruhe des CyruLu. s. f.