Band 
[Adrastea I & II.]
Seite
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unter Wilhelm und Anna.

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der Verfolgung: denn wenn man dem Uebel Uebel,derSchwärmerey nur eine härtere Schwärmerey ent-gegenzustellen weiß, wohin kommt man? Shaftes-buri war Lockc's Schüler, dessen großes WortDuldung endlich das Jahrhundert lernte.

Weil aber in gefährlichen Krisen ein? gleichgül-tige Allduldung nicht hinreicht, eindringende Uebelzu heben, und jene ernsthaften Kramxfgeflchter, ansVerfolgen gewöhnt, mit so linden Abführungen nichtzufrieden waren, so schlug auch Ihnen Shastesburieine sanftes Mittel zum heilsamsten Zweck vor, einGlas stärkend - kaltes Wasser und einige schmerzstil-lende Tropfen, d. i. heitere Vernunft und etwasvon jenem muntern Frohsinn, der die angestreng-ten Gesichtsfalten sowohl als die alten Hirnkrämpfeangenehm löset, Wir anck Hurnour. Daß er beydieser linden Arzney eine verständige Behandlungvoraussetze, zeiget sein Brief über den Enthusias-mus; nur Rohheit des Verstandes oder Hartnäckig-keit der Krankheit konnte ihm so Vernunftlose Grund-sätze, als: „Spott sey das Kriterium der Wahr-heit; im Zustande des Lachens lasse sich das Ernst-hafteste am geschicktesten untersuchen u. f." zur Lastlegen. Lese man darüber seine eigne Vertheidigung,denVersuch über die Freyheit desWitzesund Frohsinns*), mit klarem Auge, um sichvon den Luftstreichen seiner Gegner zu überzeugen.Ueber Witz und Frohsinn sollte niemand urtheilen,als der selbst Witz und Frohsinn hat. In einem

*) Zensus ooiniuuui«, Llrssi o» tlie Ifteeckonr vk>Vir suck Huiuour» 170g,