unter Wilhelm und Anna. 21 e
„Es war kein unrühmlicher Theil im Lebendieses großen Kanzlers, daß, von der Staatsverwal-tung entfernt, er immer noch seine Arbeiten demDienste der Regierung und des Landes weihte. Da-mals, über alle kleine Vorurtheile eines Amts erho-ben (er hatte kcins, als den Beruf eines Solonund Lykurg us) suchte er den Mangeln'der Rechts-pflege abzuhelfen; er entwarf die Vereinigung derKönigreiche *) u. f." Edles Andenken **)j We-nige seines gleichen liefert die Geschichte des JahreHunderts. Er berührte es auch nur, zuletzt Unglück-lich seines Verstandes beraubet; ein Mann der aUten Zeit.
* 4 *
Joseph Addi s o n. Weder als Dichter nochals Staatssekretär- am wenigsten als Schauspieldich-ter geht er zur Pforte der Unsterblichkeit ein; wohlaber als lehrender Prosa-Schreiber. Inseinem hellen- netten, sanft humoristischen Stylward und ist er Englands Muster; noch Franklin hatte sich an ihm gebildet: Die Wochenblattkr-an denen er mit Sieele u. a. oder allein arbei-tete, fanden einen st unerhörten Beyfall- baßvom Zuschauer einigt zwanzigtausend Blatteran Einem Tage verknust wurden; sie sind so oftaufgelegt und wieder aufgelegt- bewundert- nachgk
*) Unter der Königin Anna ward diese Vereinigüngausgeführet.
") Horaz Walpole Vol. I. l^Zi. f.
O ,