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III. Großbritannien
tungswürdige muß der Achtungentbehren können, jasich in ihr als einer »»nöthigen Zuthat selbst betrof-fen fühlen; so bald er sie sucht, und nach ihr lauft,sie erkaufend, trotzend, erkünstelnd , wird er verächt-lich. Grämt er sich über ihren Verlust, sofern ersie nicht durch eigne Schuld verkehren, so zeiget ersich klein, schwach, erbärmlich.
. Ueberdem; wie Alles in der Welt verbunden ist,so sind es auch Tugenden und Fehler. Wer wollteeine reife Frucht nie genießen, weil eine unreife nebenihr hängt? wer sich der Jugend nicht freuen, weilauch sie den Keim des Alters in sich träget? DieAbstraktion, die Fehler von Schönheit sondert undjene als sclbstständig betrachtet, sie ist die schlimmstealler Abstraktionen. Schatten müssen das Licht erhö-hen ; das getheilte Licht giebt Farben. Zu ihnen istunser Auge eingerichtet, nicht zum dcphlogissrten Son-nenlichte.
Drittens. Auch die Fehler der Menschen undder Gesellschaft sind nicht ohne Grund; ihre Wur-zeln erstrecken sich sehr weit und verschlingen sich insGanze. Wer Fehler ohne ihre Gründe siehet, be-merkt nur halb; stehet er sie aber in ihrem Grunde,so verwandelt sich sein Aerger ins zarteste Mitleid.Mitgefühl also ist die große Arzney jener ätzen-den Saure, die uns zuletzt die Menschheit selbst ver-leiden möchte. Wie schwach und fehlerhaft diese auchseyn möge; wir sind einmal Menschen, vor derHand nichts Anders. Ausser ihr kennen wir keinGlück, geschweige daß wirs genießen könnten. Alleihr Fehlerhaftes, zur höchsten Summe getrieben,kann uns nichts anders als Hoffnung und Er-