Band 
[Adrastea I & II.]
Seite
255
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unter Wilhelm und Annq.

255

Zerstört des Wärmsten Lieb' und Lust.Er fühlt des kalken Steines Last,Umarmt ihn, weint, erkaltet, haßt.

Wer in ihm selbst, ihm selbst nur lebt,

Lebt er? Nein! An der Scholle klebtDer Halberschaffne, den nicht Geist,

Gefühl der Harmonie durchfleußt.

Im All nur lebt der Welten Seele,

Dein Herz ist eine enge Höle,

Ein dunkles Grab, ein tiefer Schlund;

Es nagt an sich und nagt sich wund.

Willst du versuchen Höllenpein,

So banne Dich in Dich hinein,

Und wälz' in Dir Jrions RadUnd thue, was einst Tantal that,

Greif' um dich neidend, hasch' umher,Erhäsche nichts und seufze schwer;

Roll' deinen Felsstein Berg - hinaufUnd sieh' ihn rückwärts gehn im Lauf;Schau, Danaiden gleich, umher, ^

Und sprich: „wie nichts in mir ! wie leer! "

Wer sich am eignen Schatten freut,Wie der, der seinen Schatten scheut,

Sind gleich wahnsinnig. Willst du's werden,So lebe nur Dir selbst auf Erden,

Grab' in Dir voll Verdruß und Müh,

Liebkose dir so spat als früh;

Du darfst nicht in ein Lhorenhaus;

Der Thor, er sieht zu Dir heraus.

Wie kinderhaft und kleinlich ist,

Wer gar an Andern sich nur mißt!