Band 
[Adrastea I & II.]
Seite
277
JPEG-Download
 

einiger Vorgenannten. 277

anlaßt hatte, abgetragen waren, theilte er seine jähr-liche Einnahme in drey gleiche Theile. Einendavon bestimmte er zum Unterhalt seiner Haushal-tung, und weil damals alles sehr wohlfeil und erökonomisch war, so siel es ihm nicht schwer, damitanständig und seinem Range gemäß zu leben. DenAndern legte er zurück, um gegen alle Unfälle desLebens gesichert zu seyn; den Dritten theilte er anArme und Unglückliche aus. Und da er diese Ge-genstände selbst und mit Behutsamkeit aufsuchte,und sich darin auf andre nicht verließ, so wurdedies Geld fast immer nützlich verwendet. Besondersnahm er sich der armen arbeitsamen Krämer ausden niedrigsten Volksklaffen an, lieh ihnen ohne Zin-sen in kleinen Summen fünf oder zehn Pfunde, dieer sich nach und »ach bey zwey oder vier Schillin-gen wöchentlich wieder erstatten ließ. Das auf dieseWeise eingesammlete Geld theilte er dann wieder aneinem gewissen Tage jedes Monats an andre ausund vervielfältigte durch diesen schnellen Umlauf dieWohlthaten. Um aber diesen Fond vor Verminde-rung zu schützen, machte crs sich zur Regel, nursolche Männer daran Theil nehmen zu lassen, diehinlängliche Sicherheit für regelmäßige Wiedererstat-tung geben konnten: denn er war überzeugt/ daßjeder als ehrlich, mäßig und arbeitsam gekannteMann seine Nachbarn leicht bewegen könne, Bürg-schaft für ihn zu leisten. Auch liefen diese gar keineGefahr dabey: denn Swift benachrichtigte sie gleichdavon, sobald seine Schuldner nicht ordentlich zahl-ten und überließ es ihnen, sie dazu anzuhalten. Aufdiese Weise blieb der Fond unvermindert und ver-schiedne Handelshäuser in Dublin, die jetzt in gros-