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nun zeigen? Heitere Handlungen der Wohlthätig-keit, die linde sanfte Stimme der Güte sind nievon Geräusch und Prunk begleitet. Aber Aufruhrund Tumult, das Getümmel geplünderter Städte,das Wehqeschccy geraubter Weiber, das Aechzen ster-bender Nationen, sie füllen die Trompete der Fama.Männer von Gewalt und Ehrgeiz finden auf diesemWege Ruhm und Auszeichnung, ihnen bereit undleicht zu erlangen: denn es ist ohne Vcrgleichungleichter, zu zerstören als zu erschaffen, zu todten alszu beleben, niederzureißen als aufzubauen, Verwü-stung und Elend auf die Erde zu bringen, als Fülleund Frieden.
Freund. Wären in dieser Rücksicht die Men-schen nicht eben so blind gegen ihr eignes Interesse,als missechakrrisch, Dem Ruhm zu geben, dessenman sich nur schämen sollte?
Berf. Sie zeigen sich, wenn sie es so machen,auf Einmal als Betrogne und als Opferihrer eignen Thorheit. Gib einem Kinde Lob-sprüche über sein Genie zu boshaften, schäd-lichen Streichen; Du führst es durch deine auf-munternden Lobsprüche geraden Wegs zum Galgen.Eben so hat die weise Welt ihre Helden, diese Ver-worfnen ! emporgebracht, wen« sie Thaten ehrte undbeklatschte, denen Infamie und Galgen gebührte.Seit ihrem Anbeginn war die Welt ein geduldigerEsel, und sie wird bis ans Ende ihrer Lage einRappelkopf bleiben.
Dom Anfange der Dinge an (es ist leyg' her)hat die vereinte Erfindung des Menschengeschlechts nurzwey Methoden entdeckt, Unterhalt auf der Erde zuHerders Werke z. Phil. u» Gesch.lX. T I.