Band 
[Adrastea I & II.]
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V. Die Großen

das Bündniß recht; Dänemark that in Schleswigden ersten Angriff. Zu einer Zeit, da die Gesand-ten ihrer Höfe Freundschaft versicherten, ward inMoskau der Krieg erklärt. Erklärt und beschleu-nigt; August haschte nach Riga, Peter nach Narva—eine KriegSflamme entstand, die die unmenschlichstenVerheerungen angerichtet, Schweden arm, so vieletausend, tausend Unglückliche gemacht hat; und weß-wegen? Für die Rechte oder Unrechte des Lieflan-dischen Adels sollte der ganze Norden, Polen undein großer Theil von Deutschland bluten?

Die Vorsehung lenkte die Sache anders; stattunter Polen kam Liefland unter den Russischen Scep-ter. Und die Leidenschaften der Regenten, ihr ge-heimes Bündniß gegen einen ihrer Meynung nachUnbewehrken, wie siehet man es jetzt an? Ihr, dieIhr Treue von Euren Unterthanen fodert, auf dernicht etwa nur Eure Macht, sondern Euer Daseyngebaut ist, Zhr handelt nach beichwornen Vertragenvor aller Welt Augen gegen einander also?

Auf einmal entsagte der junge König, als ervom Uebersall seines Schwagers in Schleswig Nach-richt bekam, allen Ergötzungen des Hofes. Er trankfortan nur Wasser, aß schlechte Speißen, schlief übereiner Decke auf der Erde; und als der Aug nachSeeland ging, sprang er bey der Landung (den 25 .Jul. ryvo) selbst in die See, um den landendenTruppen ihre Posten anzuweisen. „ Niemand littbey diesem sieghaften Vorrücken in Dänemark, sagtLagerbrinq, als des Feindes Hirsche und Rehe;sonst was man ins Lager brachte, ward bezahlt,und dem geringsten Bauer wohl begegnet." Baldund auf höchst-billige Bedingungen ward der Friede