Band 
[Adrastea I & II.]
Seite
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im Nord.

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Traurig und fast widrig ist der Anblick, wie erdie Dinge fand. Seine Feinde halten sich vermehrt,und theilten sich in die Beute des Löwen; ausserRussen und Dänen war England, Hannover, Preus-sen, jeder seines Orts, auf dem Kampfplatz. SeinReich war verarmt, auch die Pest hatte es entvöl-kert; die Armee zu Lande, das Seewesen, Artillerieund Munition waren im schlechtesten Zustande;Schwedens Deutsche Provinzen, Liefland, ein Theilvon Finnland waren oder gingen bald verlohren.Mit größester Lebensgefahr rettete sich der König ausStralsund auf einem Fischerkahn; auf der InselJasmund fand er die Fregatte nicht, die ihn erwar-ten sollte; unvermuthet traf er sich mit ihr auf off-nem Meere. Durch Vorspräche und eignes Darlehnhatte ihn der Holsteinische Minister Görz geret-tet, zu dem er fortan auch das größeste Zutrauenfaßte.

Hell und vorsichtig waren die Mittel, die die-ser in den Dienst deS Königs gezwungene Mannzur Rettung Schwedens, und zu> einem ehrenhaftenFrieden vorschlug *); König und Stande genehmig-ten sie, und sogleich nach Karls Tode wurden sieihm durch eine schimpfliche Gesangennehmung unddurch das Beil vergolten. Eine Parthey hatte sichim Königreich zufammengethan, die Kar! zu groß-müthig übersah; von ihr kam wahrscheinlich auchdie Kugel, die den König, den das wildeste Ver-hangniß geschont hatte, nicht schonte. Vor Fric-

*) S. Rettung der Ehre des Freyherr» von Schlitz,1776. 8.